Eigenschaften und Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2: Literaturdokumentation DMP Diabetes mellitus Typ 2 Die Vertragspartner in Nordrhein haben am 6. Mai 2003 das „strukturierte Behandlungsprogramm (DMP) zur Verbesserung Typ-2-Diabetikern“ vereinbart. Seit dem 1. Juli 2003 können Ärzte ihre Teilnahme an dem Programm erklären und diese Patienten in das DMP einschreiben. Ziele des Programms Die Ziele des DMP Diabetes mellitus Typ 2 sind unter anderem die Vermeidung von Symptomen der Erkrankung (z.B. Polyurie, Polydipsie, Abgeschlagenheit) einschließlich neuropathischer Symptome; die Vermeidung von Nebenwirkungen der Therapie sowie schweren Stoffwechselentgleisungen; die Reduktion des erhöhten Risikos für kardiale, zerebrovaskuläre und sonstige makroangiopathische Morbidität und Mortalität einschließlich Amputation; die Vermeidung mikrovaskulärer Folgekomplikationen mit schwerer Sehbehinderung oder Erblindung, Niereninsuffizienz oder Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie (Dialyse, Transplantation) und die Vermeidung des diabetischen Fußsyndroms mit neuro-, angio- und / oder osteopathischen Läsionen. Beteiligung von Ärzten und Patienten am DMP Diabetes mellitus Typ 2 Bislang nehmen über 3.850 Ärzte am DMP Diabetes mellitus Typ 2 in Nordrhein teil. Das sind mehr als 70% der niedergelassenen Ärzte der entsprechenden Fachgruppe. Die Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus Typ 2 stellen ein komplexes und vielfältiges Geschehen dar und beinhalten ein erhebliches Risikopotential. Zu den wichtigsten diabetischen Folgeerkrankungen zählen eine diabetische Nephropathie, die Retinopathie mit dem Risiko der Erblindung und die diabetische Fußsymptomatik mit dem Risiko der Amputation. Insgesamt weisen 82,2% der Diabetiker mit Erst- und Folgedokumentation im ersten Halbjahr 2004 mindestens eine diabetesbedingte oder sonstige Begleit- und Folgeerkrankung auf. Bei 53,6% der Patienten ist lediglich eine, bei 19,2% sind zwei und bei 9,3% drei oder mehr Begleit- und Folgeerkrankungen dokumentiert. Mit Abstand am häufigsten ist ein Hypertonus dokumentiert (75,2%). Von den diabetesbedingten Begleit- und Folgeerkrankungen stellt die Neuropathie mit 10,6% den größten Anteil (jeweils Einträge aus der Erst- und Folgedokumentation berücksichtigt).
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