„Gesundheitsziele“ bezeichnen ein Instrument zur Steuerung des Gesundheits-wesens, mit dem eine stärkere Zielorientierung aller gesundheitsbezogenen Aktivitäten der vielfältigen Akteure erreicht werden soll. Im Gegensatz zu individuellen Behandlungszielen, die zwischen Arzt und Patient vereinbart werden, erfolgt eine Definition von Gesundheitszielen bezogen auf die Bevölkerung. Im Rahmen von Gesundheitszielen erwartet man ein abgestimmtes Handeln von ansonsten relativ autonomen Entscheidungsträgern, und infolgedessen auch eine größere Wirksamkeit einzelner Maßnahmen. Das Konzept „Gesundheitsziele“ geht ursprünglich auf US-amerikanische Arbeiten aus den 70er Jahren („Healthy People / Objectives for the Nation“), mit denen dort landesweit der Nutzen präventiver Ansätze überprüft wurde, zurück. Als weitere wichtige Vorarbeit ist die europäische Regionalstrategie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000“ zu nennen, die Anfang der 80er Jahre verbreitet wurde. Die Selbstverpflichtung der Regierungen der europäischen Staaten, diese WHO-Strategie im jeweils eigenen Land politisch umzusetzen, hat dafür gesorgt, dass auch in Deutschland das Thema Gesundheitsziele von der Fachöffentlichkeit aufgegriffen und bearbeitet wurde. Die 38 Einzelziele der europäischen Regionalstrategie der WHO Inhaltsverzeichnis „Objectives for the Nation“
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