Projekt "Prioritäre Gesundheitsziele" (1986 – 1990) Mit der erstmaligen Durchführung eines Projekts zum Thema Gesundheitsziele in Deutschland war das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung von 1985 bis 1990 beauftragt. Das Projekt wurde seitens des damaligen Bundesgesund-heitsministeriums finanziell gefördert. Das Vorhaben wurde mit Beteiligung der wichtigen Organisationen der Ärzteschaft in Deutschland unter der Bezeichnung „Prioritäre Gesundheitsziele“ bearbeitet. Dem ursprünglichen Wunsch des Auftraggebers, man möge die für die Bevölkerung in Deutschland als prioritär einzustufenden Gesundheitsziele im Konsens aller Beteiligten entwickeln und in Form einer wissenschaftlich begründeten Vorschlagsliste vorlegen, so dass vonseiten der Politik über ihre Verwendung entschieden werden könne, konnte die Projektgruppe damals nicht nachkommen. Die Gremien der beteiligten Organisationen waren nicht bereit, Aussagen über prioritäre Gesund-heitsziele mit zu tragen. Nicht zuletzt wurde befürchtet, entsprechende Festlegungen könnten für einzelne Berufsgruppen nachteilige verteilungspolitische Konsequenzen haben. Statt einer expliziten Formulierung von Gesundheitszielen wurden daher als Projektergebnis lediglich die zur Entwicklung und Begründung von Zielen relevanten gesundheitsstatistischen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. Dabei handelte es sich in gewisser Weise um den Prototyp einer Gesundheitsberichterstattung, die unter dem Titel „Dringliche Gesundheitsprobleme der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland: Zahlen – Fakten – Perspektiven“ 1990 (Nomos-Verlag Baden Baden) publiziert wurde. Aus naheliegenden politischen Gründen konnte sich die Darstellung dieses Berichts, der vor dem historischen Ereignis von 1990 erarbeitet wurde, zwangsläufig nur auf die alten Bundesländer beziehen. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands wurde dann als Ergänzung zum ersten bereits vorliegenden Bericht ein weiterer Bericht mit dem Titel „Indikatoren zum Gesundheitszustand der Bevölkerung in der ehemaligen DDR“ – ebenfalls unter Koordination des Zentralinstituts – erarbeitet. Projekt „Prioritäre Gesundheitsziele“: Beteiligte Einrichtungen Projektergebnis: Die 88 vordringlichen Gesundheitsprobleme der Bevölkerung
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