Strukturierte Behandlungs- und Schulungsprogramme 1. für Patienten mit Diabetes mellitus und Hypertonie Diabetes mellitus und Hypertonie sind chronisch fortschreitende Erkrankungen, die bei unzureichender Behandlung und vor allem bei fehlender Compliance seitens des Patienten zu einer erhöhten Krankheits- und Sterblichkeitsrate führen. Folgeschäden wie Erblindungen, Nierenschäden, Amputationen und Schlaganfälle beeinträchtigen zudem stark die Lebensqualität der Betroffenen. Eine dem entgegenwirkende qualitativ hochwertige und zugleich erfolgreiche Langzeitbetreuung setzt voraus, dass die Patienten aktiv bei ihrer Behandlung mitarbeiten. Hierzu müssen sie durch strukturierte Behandlungs- und Schulungsprogramme umfassend informiert und geschult werden. Eine erfolgreiche Therapie setzt also voraus, dass die Schulung selbst Bestandteil der Therapie sein muss. 2. für Patienten mit Asthma und COPD Ursache für das Asthma ist eine chronische (dauerhafte) Entzündung der Atemwege. In der Regel besteht die Entzündung ein Leben lang und kann durch bestimmte Einflüsse stärker oder schwächer sein. Durch diese Entzündung kommt es zu folgenden Veränderungen in der Lunge: - Schwellung der Schleimhaut Wichtigstes Therapieziel ist daher die Behandlung der Entzündung und ein dadurch bedingtes Abschwellen der Schleimhaut, weniger Schleimbildung und geringere Verkrampfung der Bronchialmuskulatur. Die Abkürzung COPD (englisch: Chronic Obstructive Pulmonary Disease) wird als Sammelbegriff für chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem verwendet. Der auch in Deutschland gebräuchliche Begriff COPD bezeichnet also eine chronische Lungenkrankheit mit fortschreitender, durch Medikamente nicht vollständig rückbildungsfähiger Einengung der Atemwege auf dem Boden einer chronischen Bronchitis und/oder eines Lungenemphysems. Die COPD ist eine Volkskrankheit, die meist im Alter von 50 – 60 Jahren auftritt. Eine Reihe von verschiedenen Auslösern sind identifiziert worden:
Das Tabakrauchen ist mit Abstand die häufigste Ursache der COPD, etwa 80 % der Betroffenen sind Raucher oder Exraucher. Ziele der Behandlung
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