Arzneimittelinformation
Eine rationelle und qualitätsgesicherte Arzneimitteltherapie erfordert eine schnelle und industrieneutrale Übersicht über alle am Markt verfügbaren Arzneimittel. Pharmazeutische und pharmakologische Preis- und Festbetrags-informationen sowie Informationen über Nebenwirkungen, Kontraindikationen, Dosierungen, Packungsgrößen und Inhaltsstoffe sind für Ärzte bereitzustellen. Diese Arzneimittelinformationen müssen in einer in die verschiedenen Praxisverwaltungssysteme integrierbaren Form -permanent und aktualisiert- über Softwareanbieter zentral zur Verfügung gestellt werden. Das Arzneimittelmodul muss während des Patientenkontaktes die schnelle Auswahl eines Arzneimittels nach Indikation , Wirkstoff oder Handelsname ermöglichen. Diese Funktionen sowie Rezeptausdruck und interne Dokumentation – und in Zukunft die elektronische Übermittlung des Rezeptes auf Gesundheitskarte oder mittels elektronischer Netzwerkstruktur -werden durch das Arzneimittelinformationssystem AMIS-ZI bereitgestellt. weiter 

Gesundheitsökonomie
Gesundheitsökonomie ist eine empirische und theoretische, interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit der Produktion, Verteilung und Finanzierung von knappen Gesundheitsgütern beschäftigt. Die Strukturen und Prozessabläufe in Gesundheitssystemen werden dabei sowohl unter makro- wie mikroökonomischen Aspekten analysiert und in Kosten und Nutzendimensionen dargestellt. Die Versorgungsforschung ist Teil der Gesundheitsökonomie und zielt auf die Analyse der Frage: welche Krankheiten verursachen welche Kosten durch welche Personen und durch welche Interventionsmaßnahmen sind diese zu beeinflussen? weiter 

Medizinische Klassifikation
Klassifikationen medizinischer Begriffe, wie z.B. die internationale Klassifikation von Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), dienen der systematischen Ordnung des medizinischen Wissens, der zweckmäßigen und korrekten Zusammenfassung vieler Einzelerkenntnisse und der Vergleichbarkeit der klassifizierten Angaben. Ordnungssysteme medizinischer Begriffe, wie Thesauren, Nomenklaturen und Klassifikationen unterstützen die Auswertung medizinischer Dokumentationen und die elektronische Übermittlung von Behandlungsdaten. Vergleichende Analysen der Morbidität, der Mortalität, der Planung und Qualitätssicherung im Rahmen der Versorgungsforschung sind ohne Einsatz von Klassifikationssystemen wie der Diagnosen- oder Prozedurenverschlüsselung (ICD-10 oder OPS) nicht möglich. weiter 

Prävention
Die Prävention umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung von Krankheiten.Primäre Prävention ist dabei ausgerichtet auf die Ausschaltung gesundheitsschädigenderAuswirkungen und Risikofaktoren in der Umwelt oder dem persönlichen Verhalten. Die sekundäre Prävention umfasst diagnostische Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten mit dem Ziel, diese in einem möglichst frühen, noch heilbaren Stadium zu entdecken. Tertiäre Prävention beinhaltet Maßnahmen zur Begrenzung der Krankheitsfolgen und Komplikationen bei bestehenden Erkrankungen mit dem Ziel die Progression der Erkrankung zu vermeiden. Für eine erfolgreiche Prävention sind epidemiologische Kenntnisse über Morbidität, Mortalität, Inzidenz und Prävalenz von Krankheiten erforderlich, sowie geeignete Programme mit Akzeptanz in der Bevölkerung. weiter 

Praxisorganisation
Zur optimalen Gestaltung der Praxisorganisation erhalten Ärzte mit der Publikationsreihe Beratungsservice für Ärzte Hilfestellung bei Fragen der Niederlassung, der Praxisgründung und Praxisaufgabe, zu den Kooperationsmöglichkeiten und der steuerlichen und finanziellen Führung einer Arztpraxis. DV-gestützte Beratungsmodelle ermöglichen eine Simulation der wirtschaftlichen Auswirkungen einer Praxisgründung bezüglich Umsatz, Praxiskosten und Ertrag. Ein Register über Praxisberater unterstützt den individuellen Beratungsbedarf. weiter 

Qualitätsmanagement
Die Versorgung chronisch Kranker in der Bundesrepublik Deutschland erfolgt zunehmend im Rahmen so genannter Disease-Management-Programme (DMP). Disease-Management bedeutet wörtlich übersetzt Krankheitsmanagement. Ein Ausgangspunkt der DMP ist die Erkenntnis, dass ein relativ geringer Anteil der Versicherten den Großteil der Kosten im Gesundheitssystem verursacht. Disease-Management beruht auf der Annahme, dass die Progression bei chronischen Krankheiten durch eine strukturierte und intervallbezogene Behandlung und Beobachtung der Patienten, die sich an medizinischen Leitlinien orientiert, weitgehend verhindert werden kann. Die Qualität der strukturellen Rahmenbedingungen, der Prozessabläufe und der Ergebnisse ist durch geeignete Maßnahmen zu sichern und ständig zu überprüfen mit dem Ziel, für ein Produkt oder eine medizinische Dienstleistung eine definierte Eigenschaft zu erreichen. weiter 

Schulungsprogramme
Therapie- und Schulungsprogramme sind Instrumente zur Wissensvermittlung im Umgang mit chronischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes oder Hypertonie. Die Patienten sollen durch Gruppenschulungen in Arztpraxen lernen, die Therapie ihrer eigenen Erkrankung durch Selbstmanagement und geeignete Maßnahmen im Bereich der Ernährung und des persönlichen Verhaltens zu unterstützen. Ärzte und Arzthelferinnen werden in Fortbildungsveranstaltungen mit standardisierten und qualitätsgesicherten Schulungsmaterialen auf diese Aufgabe durch eigens ausgebildete Moderatoren auf diese Aufgabe der Patientenschulung fachlich und didaktisch vorbereitet. Schulungsmaterialien stehen für Ärzte und Patienten zur Verfügung. Für Ärzte ist die Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung Voraussetzung für die Behandlung von Patienten bei den DMP Programmen Diabetes und koronare Herzerkrankung. weiter 

Telematik
Telematik ist ein Kunstbegriff zusammengesetzt aus Telekommunikation und Informatik. Telematik beschäftigt sich mit dem Einsatz von elektronischen Kommunikationsmitteln wie DV-Anlagen, Netzwerken und Chipkarten in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung. Ziel ist die elektronische Vernetzung von Arztpraxen, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen zum Zwecke der Speicherung und des Austausches medizinischer und administrativer Behandlungsdaten in einer gesicherten Umgebung. Der Zugriff auf die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt am jeweiligen Ort der Behandlung des Patienten soll Kosten senken, Doppeluntersuchungen vermeiden, die Behandlung beschleunigen, die Qualität sichern und die Dokumentation ermöglichen. Erforderlich ist dabei die Anwendung national und international vereinbarter Standards für Kommunikationsschnittstellen zur Herstellung der Interoperabilität. weiter 

Letzte Änderung am: 26.01.10
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